In Yamba genossen wir den unterhaltsamen Campground und besuchten wieder einmal coole Rockpools. Die Australier lieben es, in diesen natürlichen Jacuzzis zu baden, Bier zu trinken, das Meer zu beobachten und gesellig zu sein. And so are we…. 😊!
Weiter ging es dann zu einem der im Titel erwähnten Juwelen – nach Port Macquarie! Unterwegs hatte Christina mal wieder ein stylishes Cafe für einen Koffeinstopp ausgesucht. Es gibt hier einfach so viele richtig tolle Cafes mit extrem gutem Kaffee. Der negative Aspekt daran ist halt, dass wir in der Schweiz praktisch keinen der mit 6-7 Franken superteuren Plörren mehr trinken. Vom Nebentisch sprach uns dann plötzlich eine Frau auf Schweizerdeutsch an, und es ergab sich ein interessantes Gespräch mit der ausgewanderten Aargauerin und einige nützliche Tipps für die Region. Weiter auf dem Weg sahen wir auf Google Maps, dass die Fahrtstrecke direkt am Meer von oben grandios aussieht. Entsprechend legten wir in Nambucca Heads einen weiteren Stopp ein und bewunderten die Aussicht auf Whitsunday-ähnliche Buchten – landschaftlich bietet dieses Land einfach soooo unglaublich viel!
Nach dieser spannenden Anreise kam dann das Highlight: Port Macquarie. Auf dem Weg in Richtung Süden hätte es unzählige tolle Stoppmöglichkeiten gegeben, und wir haben diese ziemlich zufallsmässig ausgesucht. Dieser Spot hat es uns nun total angetan. Man merkt es manchmal einfach, wenn das Herz aufgeht und man sich einfach uneingeschränkt wohl fühlt. Genau das war hier der Fall. Der Campground direkt am Meer, aufgrund der speziellen Lage endlich mal wieder einen Sonnenuntergang über demselbigen und dieser relaxte Vibe – einfach nur Klasse! Wir krönten unsere Ankunft mit einem feinen Dinner im Steakrestaurant. Als dann zum Sonnenuntergang noch Delfine zu sehen waren, war es um Christina vollends geschehen. Direkt bei unserem „Zuhause“ gab es einen Skatepark und die bekannte Breakwall. Auf diesen Steinen direkt am Meer darf man sich künstlerisch verwirklichen. Da uns der Ort wirklich so gut gefällt, haben wir uns entschlossen, ebenfalls einen Stein zu verschönern. Gesagt, getan – es wurden Pinsel und Steinfarbe gekauft und ein Stein wurde zum „Longesthoneymoon“-Denkmal! So gehört dieser magische Ort nun auch ein ganz klein wenig uns…
Als weiterer Höhepunkt ist sicher noch unser Ausflug nach Crescent Head zu erwähnen, wo es wunderschöne Views zu bestaunen gab. Auf dem Rückweg gerieten wir per Zufall noch in einen ordentlichen 4WD. Die Pfützen und Schlaglöcher waren noch kein Problem, doch als dann auch noch tiefer Sand dazukam, entschieden wir uns umzukehren und die leichtere Route zurück zu Balu zu nehmen.
Nach der fantastischen Zeit in Port Macquarie folgte gleich das nächste Juwel an der Ostküste: Seal Rocks! Bereits die Anfahrt mit Balu im Schlepptau war ziemlich abenteuerlich und der schon fast WA-ähnliche Campground an einer wunderschönen Bucht war dann komplett remote. Hier gab es kein Restaurant, keinen Shop, einfach nichts ausser dieser atemberaubenden Naturschönheit! An diesem Ort hatte es, ausser uns, nur Australier, die meistens bereits seit Jahren hierherkommen (oft aus Sydney) um die Abgeschiedenheit der Bucht zu geniessen.
Nach der Ankunft schnürte ich meine Joggingschuhe und erkundete die Gegend (das mache ich mittlerweile manchmal – entspannend nach einer langen Fahrt und man kann bereits ein wenig die Umgebung erkunden). Auf meinem Lauf zum Leuchtturm sah ich auf dem von der Sonne glitzernden Wasser des Meeres Delfine springen – sooo schön! Machen konnte man in der einsamen Bucht nicht wirklich viel, aber es tat auch einfach gut, ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Tim freundete sich rasch mit ein paar Jungs an und die Lausebengel machten den Campground unsicher! Als er seinem Kumpel seine Boxmoves beibrachte, schlug dieser ihm aus Versehen die Jab-Cross-Kombination nicht in die Hände sondern ins Gesicht. Mit blutender Lippe kam er angerannt und berichtete, dass er seinen Wackelzahn ausgeschlagen bekommen und diesen verschluckt habe. Die blutende Zahnlücke bestätigte seine Aussage. Seine grösste Sorge war aber nicht die zerschundene Lippe sondern, wie er von der Zahnfee ohne den Zahn als Beweis denn eine Belohnung bekommen würde, haha!
Weiter ging es nach Nelson Bay. Ebenfalls erwähnt werden sollte, dass der Dieselpreis hier langsam ins Unermessliche steigt. Seit unserer Ankunft hier hat sich dieser mittlerweile verdoppelt! Nicht vergessen darf man dabei aber auch nicht, dass der Preis jetzt immer noch klar günstiger ist als in Europa…
In Nelson Bay verbringen wir nun vier Nächte. Hier haben wir uns im Surfshop mit Pullovern und Schlechtwetterkleidung eingedeckt. Vor unserem Abstecher in die Südsee, geht es ja noch für zwei Wochen nach Tasmanien. Und dort soll es anscheinend ordentlich kalt sein!
Gerade heute gab es ebenfalls noch einen coolen Ausflug: Nach einer Wanderung auf den höchsten Punkt hier (Tomaree Mountain - mit einer unfassbaren Aussicht über die ganzen Landzungen, die ins Meer ragen) gingen wir noch Sandboarden! Wir alle feierten es, dies nach Dubai, zum zweiten Mal zu machen. Wir düsten die Sanddünen runter und Tim war kaum noch wegzukriegen…
Jetzt haben wir hier noch zwei Tage bevor es dann zu Ostern nach Sydney geht.
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