Long way home

Veröffentlicht am 8. Dezember 2025 um 15:36

In Brisbane angekommen ging es direkt nach Hause zu Balu. Unsere beiden Helden haben die zwei Wochen ohne uns gut überstanden. Gemäss unserem Nachbarn hatte es einmal so richtig ordentlich gestürmt. Die abgebrochenen Äste rund um unser Gespann bezeugten diese Aussage. So war ich dann doch noch etwas froh, dass Hulk (der unter einem alten Baum stand) keinen Ast abgekriegt hatte.

Wir genossen noch unsere letzten Tage in Brisbane und erledigten, was es zu erledigen gab. Da wir ja off-grid waren, konnten wir unsere Waschmaschine nicht benutzen und deshalb nutzten wir zum ersten Mal seit April eine öffentliche Laundry. Alles wurde tiptop sauber, allerdings war es die teuerste Wäsche, die wir in den gut zweieinhalb Jahren hatten, haha!

Tims Highlight war der Besuch bei Santa Claus in der nächstgelegenen Mall. Wir kauften uns Weihnachtsfamilientenues (quasi Pijamas in grün mit dem Grinch drauf 😊) und konnten mit Santa ein paar coole Fotos machen. In derselben Mall waren wir per Zufall am Black Friday…. Da geht es also auch im sehr chilligen Australien etwas wuseliger zu und her.

Ebenfalls besuchten wir noch einmal die City, fuhren mit der Fähre etwas auf dem Fluss rum und verbrachten einen tollen Nachmittag inkl. Abendessen in der Felons Brewery direkt am Wasser.

Nach ein paar Tagen machten wir uns dann auf den seeeeehr langen Weg in Richtung Schweiz. Da die Australier bekanntlicherweise sehr früh Feierabend machen, mussten wir Balu und Hulk bereits um vier Uhr nachmittags im Caravan Storage abgeben (obwohl unser Flug erst um Mitternacht ging). Wir waren also viel zu früh am Flughafen und schlugen dort die Zeit tot. Endlich ging es los, und wir konnten zum Glück alle relativ gut schlafen. Einigermassen erholt kamen wir dann am Morgen in Hongkong an! Wir machten zum ersten Mal ein paar Schritte im riesigen Reich der Mitte. Da die Heimreise extrem lang war, hatten wir die Flüge absichtlich so gelegt, dass wir zweimal durch die Nacht fliegen konnten und so einen vollen Tag in Hongkong hatten. Mittels BigBus tourten wir quer durch die sehr interessante Stadt und konnten uns in einem sehr langen Tag doch ziemlich viel anschauen. Irgendwie hätte ich mir Hongkong fast etwas moderner vorgestellt. Es hat durchaus stylische Wolkenkratzer, aber die normalen Wohnhäuser sind eher schmucklos. Christina wollte unbedingt noch ein authentisches Nachtessen erleben und so fanden wir schlussendlich noch ein richtig cooles lokales Restaurant und assen unser erstes „echtes“ chinesisches Essen!

Nach dem sehr intensiven Tag ging es am Abend zurück zum Flughafen, wo wir die restliche Zeit bis zum wiederum mitternächtlichen Flug in der Lounge verbrachten. Nach nun bereits 32 Stunden unterwegs startete der zweite Flieger in Richtung Zürich. Im 13-stündigen Flug konnten wir wiederum ordentlich schlafen und erreichten Zürich tatsächlich fast eine Stunde zu früh. Zum Glück hatte meine Mutter, die uns abholen kam, die Flugzeiten gecheckt und war deshalb ebenfalls rechtzeitig da. So wurden wir nach Mönchaltorf kutschiert, wo unser Auto eingestellt war. Die Schilder lagen bereit und nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf den letzten Abschnitt unserer Rückreise und fuhren noch zwei Stunden ins Bündnerland.

Für unsere Reise trugen wir unsere Flipflops. Diese wirkten in der vorweihnachtlichen Schweiz etwas deplatziert. Als wir in Thusis kurz hielten, um einen ersten grossen Einkauf zu machen, wurden wir schon etwas komisch angeschaut mit unserer sommerlichen Kleidung, haha!

Um ein Uhr nachmittags kamen wir dann endlich total geschafft in Savognin an. Die ganze Reise hatte 50 Stunden gedauert und entsprechend kaputt waren wir. Es dauerte mehrere Tage bis wir den Jetlag endgültig abgeschüttelt hatten. Jetzt sind wir bereits ein paar Tage hier und mittlerweile in der Zeitzone angekommen.

Ebenfalls konnten wir bereits viele Wiedersehen feiern. Obwohl wir nur etwa drei Monate im Jahr hier sind, fühlen wir uns hier halt so richtig zuhause. Am supersüssen Savogniner Weihnachtsmarkt sahen wir natürlich ganz viele der lieben Leute aus dem ganzen Dorf, und Tim freute sich riesig, viele seiner Hockeyfreunde zu sehen. Auch der Saisonauftakt des Skigebietes fand gerade statt, und wir waren bereits zweimal auf den Skiern. Wir sind also bereits wieder richtig angekommen und freuen uns auf eine entspannte Zeit in unserem geliebten Savognin.

Ich werde weiterhin ab und zu einen Blogeintrag schreiben, es wird aber sicher etwas weniger sein als in Reisezeiten. Wir wünschen allen, die uns hier auf unserem grossen Abenteuer begleiten eine frohe Weihnachtszeit und freuen uns auf viele, viele Wiedersehen!

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