Bereits sind wieder ein paar Wochen vergangen und wir sind in unserem Savognin-Alltag angekommen. Tim hat seine Hobbies etwas intensiviert – so spielt er etwas mehr Eishockey als letztes Jahr und der Skiclub kam neu dazu. Dort hat er jetzt jeden Samstag, Dienstag und Mittwoch Training. Die Tage sind also auch ohne „normales“ Arbeiten ziemlich voll. Tim konnte auch bereits sein erstes Hockeyturnier in Sils bestreiten und durfte am Schluss zusammen mit seinen Freunden und intensivem Spiel einen zweiten Platz feiern.
Highlights waren auch die Besuche des Zauberwaldes in Lenzerheide. Wir bewunderten die fantasievollen Lichtinstallationen und konnten zwei Konzerte von Megawatt und der Stubete Gäng erleben. Sowohl musikalisch als auch vom Ambiente her sind diese Anlässe immer wirklich toll!
Leider liegt nicht ganz so viel Schnee wie üblich so, dass nicht alle Pisten offen sind. Aber was offen ist, ist super präpariert und wir sind etwa jeden zweiten Tag auf den Ski.
Heiligabend feierten wir wie üblich bei meinen Eltern im grossen Rahmen mit der ganzen Verwandtschaft. Tim feiert diese Anlässe immer besonders, da er ja nicht so oft das Vergnügen hat, alle Cousins und Cousinen gemeinsam geniessen zu können. Eingebürgert hat sich in diesem Zusammenhang auch, dass meine Schwestern und Christina den traditionellen Truthahn vorbereiten und ich alle Kids mit ins Kino nehme. Dieses Jahr gab es ein besonderes Highlight: Wir schauten uns den dritten Avatar-Teil in 4DX an. Die Stühle rüttelten und das Wasser spritzte. Man kam sich vor wie auf der Achterbahn und die Bilder waren einfach faszinierend….
Am 25. ging es dann wie üblich zusammen mit Sacha zurück in die Berge, wo wir zusammen mit Christinas Bruder und dessen Familie noch einmal Weihnachten feierten. Dieses Jahr kam noch ein weiteres Mitglied dazu! Christina wurde Gotti von Joel, dem jetzt zwei Monate alten Nachwuchs von Marco und Juliana.
Vor Weihnachten hatte sowohl Christina als auch ich noch separate Termine mit Freunden. Ich traf mich zu ausgiebigen „Wein und Zigarren“-Lunches und Christina feierte mit ihren Frauen feuchtfröhlich am Limmatzauberevent. Neben all den Feierlichkeiten galt es aber auch, unangenehmere Termin wahrzunehmen. So musste Christina ihre Weisheitszähne ziehen, und ich hatte mit einem wahrscheinlich aus der Südsee eingeführten Bakterium zu kämpfen. Bei meiner Drohnenrettung im Bluehole auf Vanuatu hatte ich mir den grossen Zeh an einem Korallenstein aufgeschürft. Irgendwie muss sich das entzündet haben und hörte einfach nicht auf zu schmerzen. Als dann noch Ableger an der Wade entstanden (ich erspare Euch die visuellen Erläuterungen dazu, haha!) entschloss ich mich schlussendlich doch noch, unseren Spital in Savognin aufzusuchen. Dank Antibiotika und einer super Wundspezialistin ist jetzt aber bereits alles wieder unter Kontrolle und auf dem besten Weg des Verschwindens.
Wir stehen jetzt kurz vor dem Jahreswechsel und wie immer nehmen wir das zum Anlass, das Jahr nochmals Revue passieren zu lassen. Wenn wir uns unsere Videos auf Youtube oder Insta anschauen, schwelgen wir bereits in emotionalen Erinnerungen. Unglaublich, was wir dieses Jahr wieder alles erleben durften. Angefangen mit dem Real Madrid Spiel im März, der Rundreise durch Taiwan, den kulinarischen und kulturellen Höhepunkten in Japan. Dann der Kulturschock nach dem Aufenthalt in Tokio (most crowded city on earth), als es nach Perth ging und wir mal wieder Platz hatten. Dort dann die Anschaffung unseres neuen Zuhauses mit Hulk und Balu. Die ganzen Eindrücke aus dem unfassbaren Australien und die Abstecher in die Schweiz, die Philippinen und am Ende noch in die Südsee nach Vanuatu. So viele Eindrücke, so viel Freude, so viel intensives Leben… Einfach unfassbar!
Bereits sind wir an der Planung für 2026. Es stehen wieder unheimlich viele Ideen auf unserer Bucketlist… Dazu kommen noch eine Hochzeit in Frankreich, Sachas Ausbildungsabschlussfeier etc. etc.
Auch wenn wir es immer wieder wiederholen – wir sind so unfassbar dankbar dafür, unser Leben so leben zu dürfen, wie wir dies tun. Unser Leben war ja bereits vor dem Start unseres Vagabundendaseins sehr gut und erfüllt. Und dennoch fühlt es sich im Nachhinein so an als hättest du die Luft angehalten und plötzlich kannst du atmen. Als wäre die Handbremse immer leicht angezogen gewesen und nun komplett gelöst…
Wir freuen uns auf ein weiteres unglaubliches Reisejahr und wünschen allen ein wunderbares 2026, in dem alles so kommt, wie ihr es euch wünscht!
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