Es gibt viel zu erzählen über die letzten zwei Wochen. Ich hatte meinen Laptop (der langsam seinen Geist aufzugeben scheint…) nicht dabei und daher kommt dieser Eintrag etwas später als geplant.
Also, der Reihe nach: Nach unserem Lunch in Ascona ging es direkt weiter nach Luzern, wo meine Mutter ein kleines Schloss gemietet hatte, um mittlerweile traditionell gross ihren Geburtstag zu feiern. Viele Verwandte, Bekannte und Freunde waren da und es war toll, alle diese lieben Leute auf einmal sehen zu können. Unsere Aufenthalte in der Schweiz sind ja jeweils nicht allzu lange so, dass man nicht jeden einzeln besuchen kann. Solche Anlässe sind eine schöne Gelegenheit, viele Leute auf einmal zu sehen.
Nach der Nacht im Schloss ging es direkt weiter an die Taufe von Joel. Christinas Bruder Marco und seine Frau Giuli liessen Christina die Ehre zukommen, Gotti zu werden. So feierten wir bei brütend heissen 36 Grad im Aargau zusammen mit der grossen portugiesischen Familie von Giuli die Taufe des kleinen Joel.
So, vorerst genug der Feierlichkeiten! Gleich am nächsten Tag ging es dann weiter. Wir fuhren zusammen mit meinen Eltern in zwei Autos zurück in Richtung Italien. Das Ziel war zwar die Provence in Frankreich, aber der Weg über Ligurien erschien uns optimaler. So konnten wir eine Nacht in Santa Margeritha Ligure verbringen. Das Örtchen neben dem berühmteren Portofino kannte ich noch nicht und ich kann nur den Slogan „Bella Italia“ zitieren – ein supersüsses, besuchenswertes Städtchen direkt am Meer!
Meine Eltern waren aus zwei Gründen dabei: 1. Um während der Hochzeit in der Provence auf Tim zu schauen und 2. Weil es einfach schön ist, Zeit miteinander zu verbringen. Natürlich ist das Reisen mit einer grösseren Gruppe anspruchsvoller (vor allem, wenn man ein so eingespieltes Team wie wir ist und die schon fast 80-jährigen Eltern halt ein wenig andere Ansprüche an einiges haben, haha!). Christina buchte uns jeweils tolle und um einiges grössere Unterkünfte als sonst. Wir unterschätzten auch die Demenz meines Vaters ein wenig. Das häufige Wechseln der Orte verwirrte meinen armen Papa doch ziemlich. Aber meistens konnte er sich dann doch für die schönen Landschaften und Städte begeistern!
Nach Ligurien ging es dann weiter nach Frankreich. Ziel war Nizza und auf dem Weg konnten wir nach dem Vatikan noch ein weiteres winziges Land auf unserer Reiseroute besuchen: Monaco. Das Fürstentum besuchten wir nur auf dem Vorbeiweg für einen halben Tag. Nach dem stressigen Parkplatzsuchen (zwei Autos….) besuchten wir den Palast, die F1-Strecke, den Hafen und sahen uns den Rest mit so einem kleinen offenen Touristenzug an. Ein gelungener Kurzstopp auf dem Weg nach Nizza.
Nizza war ebenfalls eine echte Überraschung. Ich war schon einmal hier, allerdings geschäftlich und hatte jetzt nicht so viel gesehen. Unser Appartement war per Zufall direkt neben dem Kunstmuseum. Die Parkanlage zu selbigem war ein absoluter Höhepunkt. Ganz viel Grünfläche mit Brunnen, Kunst (logisch, oder?) und Spielplätzen – wunderschön um darin herumzuschlendern und Zeit zu verbringen. Zwei Nächte verbrachten wir in der charmanten Stadt, erwanderten uns die tolle Altstadt, den Strand und liessen uns einfach ein wenig treiben.
Nach Nizza ging es weiter zum eigentlichen Ziel unseres Frankreich-Abstechers: in die Provence. Zuerst checkten wir meine Eltern und Tim in einem schmucken Häuschen ein und verabschiedeten uns für die nächsten drei Tage. Für uns ging es weiter nach Mausanne-les-Alpilles, wo wir zusammen mit Kölle und Angi (er war der Trauzeuge) ein ebenfalls wunderschönes renoviertes Steinhaus mit Pool bezogen.
Die Hochzeitsfeierlichkeiten zogen sich über drei Tage hin und wir stellten fest, dass dies die erste Hochzeit für uns war seit unserer eigenen! Die Brauteltern luden in ihrem tollen Provence-Anwesen zum „Get together“, wo es in der Gluthitze galt, dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen. In der Provence ist das natürlich nicht Wasser sondern der köstliche lokale Wein. Es war ein super Abend und nach dem Wanderjunggesellenabschied vor ein paar Wochen gab es für mich auch viele Wiedersehen.
Am Tag der eigentlichen Hochzeit wurden wir, wieder vom den Brauteltern, durch das Van Gogh-Museum geführt und anschliessend mit einer Weindegu verpflegt. Leicht angeschwippst gönnten sich die meisten Gäste einen ausgedehnten Mittagsschlag bevor dann die feierliche Vermählung stattfand. Das Fest war rauschend, die Location wunderschön und die vielen Freunde machten den Tag unvergesslich!
Am nächsten Morgen holten wir dann meine Eltern und unseren Kleinen wieder ab und fuhren weiter nach Annecy. Auch wenn es sich vielleicht wiederholend anhört – aber Annecy ist der Kracher. Das „Venedig der Alpen“ kannten wir alle noch nicht und es übertraf einmal mehr alle Erwartungen. Eine wunderschöne Altstadt, der blaue Lac d’Annecy, die altehrwürdige Burg – malerisch! Christina fand noch das nahegelegene Schloss Menthon, welches für das berühmte Disney-Schloss Inspiration war. Einfach nur toll und so nahe der Schweiz!
Nach zwei Tagen in Annecy ging es nun zurück in die Schweiz. Wir machten allerdings noch einmal für weitere zwei Nächte am Genfersee halt. Von Cully aus erkundeten wir die Weinregion Lavaux und feierten hier noch den Geburtstag meines Vaters. Nach vier Feierlichkeiten innert zwei Wochen sind wir nun zurück in Mönchaltorf. Wieso bereits heute hier? Ratet mal! Natürlich gibt es heute Abend ebenfalls etwas zu feiern 😊! Und zwar gilt es der Diplomfeier von Sacha beizuwohnen. Mein Grosser hat seine Lehre bestanden und dies wird heute Abend offiziell gemacht. Jupii! Und ich glaube anschliessend brauchen wir einfach einmal ein paar ruhige Tage, haha!
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