Ausnahmsweise mal mit dem eigenen Auto ging es als erstes nach Como an den wunderschönen Comersee, wo wir zwei Tage verbrachten. Mit dem Schiff ging es nach Bellagio, und ich schaffte es endlich im Land der Mode mein Hochzeitsoutfit für Fäbe und Annina zu erstehen. Mein absolutes Highlight (und das könnte ich jetzt für jeden Tag wiederholen…) war das italienische Essen. Ich schaffte es während der ganzen zwei Wochen in Italien mindestens einmal am Tag Pasta zu essen. In jeder erdenklichen und fantasievollen Form und mit jeder der leckeren Saucen, mmhh!!
Nächster Halt war dann Venedig. Bereits in Como hatte es ordentlich Besucher, aber was wir in Venedig zu sehen bekamen war schon richtig krass. Klar, wir sind gerade sehr lange im dünn besiedelten Australien gereist, aber das war wirklich supervoll dort. Lustigerweise kann man sich einfach ein, zwei Strassen neben den Hauptsehenswürdigkeiten bewegen und plötzlich ist man vollkommen allein. Natürlich mussten wir die grossen Attraktionen wie den Markusplatz und die Rialtobrücke sehen, die restliche Zeit versuchten wir uns jedoch abseits der Touristenmassen zu bewegen. Besonders schön war der Ausflug nach Burano. Mit dem Wassertaxi keine Stunde weit entfernt, findet man ein charmantes, authentisches Dörfchen – es gibt dort ebenfalls einige Brücken und ganz viele farbige Häuser. Ein richtiges kleines Bijou!
Nach der Weltsehenswürdigkeit Venedig ging es weiter in die nicht ganz so berühmte Marque. Bevor wir unseren Longesthoneymoon gestartet hatten, war ich jede Ostern zusammen mit Freunden ein paar Tage hier. Dank meinem Freund Ale, der aus dieser Gegend stammt, durfte ich ganz viele nette Weingüter und andere schöne Spots kennenlernen. So war es besonders schön, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen und auch ein paar Kisten meiner liebsten Weine kaufen zu können. Besonders hervorheben möchte ich den Besuch bei der Fattoria Le Terrazze, dem ersten Weingut, welches ich in der Marque kennengelernt hatte. Der Inhaber ist ein grosser Bob Dylan-Fan und konnte sein Idol einmal treffen und mit ihm eine Flasche seines Weines trinken. Bob war begeistert und so gibt es nun jedes Jahr einen speziellen Bob Dylan-Wein. Eine tolle Geschichte und der Wein schmeckt so noch viel besser!
Ebenfalls schön war das Wiedersehen mit Azzurra, der Inhaberin eines tollen Weingeschäfts, das sämtliche Trouvaillen der Gegend führt. Unser Auto wurde ordentlich gefüllt und wir freuen uns bereits, unsere Errungenschaften in der Schweiz trinken zu können.
Auch ein Tag am Strand durfte nicht fehlen. Wir konnten nach den doch ziemlich vollen Tagen etwas relaxen und Energie für den nächsten Höhepunkt tanken. Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir in der ewigen Stadt an – Rom! Tim konnte endlich das Colloseum sehen und wir besuchten die spanische Treppe, den Trevibrunnen und auch noch das Zuhause des Papstes. Tim feierte es, dass er als einziger ein Foto mit den berühmten Schweizergardisten machen durfte. Dass diese seine Sprache sprachen, überraschte unseren Kleinen ebenfalls sehr, haha!
Nach Venedig waren die Touristenmassen natürlich auch in Rom sehr gross. Wir genossen die kulturellen Attraktionen sehr, merkten aber auch, dass unser Individualreisestil schon etwas abweicht vom durchschnittlichen Rom-Besucher, haha! Nichstdestotrotz ist Rom eine unglaublich schöne und spannende Stadt und ein Besuch ist ein absolutes Muss.
Der nächste Insta-Foto-Stop sollte dann Pisa mit seinem schiefen Turm sein. Von verschiedenen Seiten wurde uns geraten, nicht in Pisa selbst zu nächtigen, sondern im nahe gelegenen Lucca. Gesagt, getan! Das kleine Städtchen mit seinen alten Stadtmauern (die zum spazieren einladen) verzückte uns total und die Menge an Touristen passte uns auch sehr. Wir verbrachten die meiste Zeit beim Erforschen der verwinkelten Gassen Luccas und machten nur einen kurzen Abstecher nach Pisa. Der schiefe Turm und die dazugehörige Anlage sind tatsächlich sehr schön. Allerdings hat man dies in einer Stunde gesehen und der Rest Pisas ist jetzt nicht so der Oberburner… Besonders nervig waren all die aufdringlichen Verkäufer mit ihren mühsamen Maschen.
Für einen Tag ging es dann weiter nach Florenz. Christina hatte sich mit ChatGPT ein 13km-Wanderprogramm entlang aller Sehenswürdigkeiten erstellen lassen und so marschierten wir drei bei 35 Grad einen kleinen Marathon durch die historische Stadt. Am Abend gab es zur Belohnung ein Bier und das obligatorische Bisteca Fiorentina. Nach diesem spielte dann auch noch die Schweiz und wir durften den ersten Schweizer Sieg im Irish Pub feiern.
Die letzte Station unseres Giro d’Italia ist nun Verbania. Ich hatte noch nie von diesem kleinen Örtchen am Lago Maggiore gehört, aber Christina verbrachte als Kind ein paar Mal Ferien hier. So gibt es für sie nun einige Aha-Momente, und ich genoss ein letztes Mal die perfekte italienische Pasta.
Morgen steht nun die Geburtstagsfeier meiner Mutter in Luzern auf dem Programm. Wir werden zuerst in Ascona lunchen und freuen uns, danach meine ganze, grosse Familie wieder zu sehen!
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