Mexico und Belize

Veröffentlicht am 24. August 2026 um 01:20

In Bacalar angekommen bezogen wir eine wunderschöne Privatunterkunft mit Rooftoppool. Von dort oben konnte man aus dem Infinitybecken direkt auf die wunderschöne Lagune blicken. Da die Küste wie bereits erwähnt von einer Seegrasplage heimgesucht wurde, sind wir an die Süsswasserlagune von Bacalar gefahren, wo man die berühmten sieben verschiedenen Arten von Blau im Wasser bewundern kann. Und ich muss sagen, dass die Fotos auf Google nicht lügen – das Wasser ist wirklich so beeindruckend blau!

Hier in Bacalar verbrachten wir sechs Tage, in denen wir sehr viel chillten und gut assen. Auch hier fiel uns auf, wie freundlich die Mexikaner sind. Alles wird mit einem Lächeln gemacht und man fühlt sich einfach willkommen. Auch unsere Duolingo-Sprachkenntnisse konnten wir sehr gut nutzen. Es war sehr cool, die Bestätigung zu erhalten, dass das App-Selbststudium tatsächlich einen praktischen Nutzen brachte. Gerne würde ich noch ein paar Monate in Lateinamerika bleiben um die Skills so richtig sattelfest werden zu lassen. Aber was nicht ist, wird bestimmt noch werden!!

Natürlich blieb es nicht bloss beim chillen – einen Tag verbrachten wir mit einem Bootsausflug in der Lagune, wo wir die schwarze Cenote bestaunen und die Schönheit des blauen Wassers aus nächster Nähe bewundern konnten. Weitere Highlights waren das Training im Junglegym (einem Outdoorgym, in welchem sowohl die Gewichte als auch die Geräte aus Holz gefertigt waren) und der Besuch in den Los Rapidos – dies ist ein Fluss mit ordentlich Zug, in welchen man sich reinlegen kann und dann mitgezogen wird.

Nach den letzten Tacos verliessen wir Bacalar und mit diesem auch gleich Mexiko. Zuerst muss ich aber noch von einem dämlichen Zwischenfall berichten. Und zwar bin ich am Morgen unserer Abreise aufgewacht und mir kam in den Sinn, dass ich ja das Online-Einreiseformular für Belize, unser nächstes Land, noch nicht ausgefüllt hatte. Noch im Halbschlaf nahm ich im Bett mein Handy zur Hand und googelte, was zu tun sei. Ich kam direkt auf eine hervorragend aufgebaute Website und komplettierte alle notwendigen Angaben für uns vier. Am Schluss kam die Frage nach der Bezahlung und der Bearbeitungsdauer. Für das Standardprozedere waren zwei Tage angegeben. Da wir bereits ein paar Stunden später an der Grenze stehen würden, entschied ich mich für das Expressverfahren. Bei der Bezahlung stutzte ich ein wenig ob der Höhe des Betrages (USD 320.--), schloss den Prozess allerdings ab und bezahlte. Nach dem Aufstehen und Einsetzen des vollen Verstandes kam mir das Ganze dann doch etwas komisch vor und ich verifizierte alles nochmals. Dabei musste ich feststellen, dass ich nach über drei Jahren auf Reisen jetzt doch auch noch auf einen Visa-Scam reingefallen bin. Das erhaltene Formular hatte zwar seine Richtigkeit, wäre aber auf einer anderen Seite auch kostenlos zu haben gewesen, haha! Naja, Dummheit schützt vor Strafe nicht…

Wir fuhren also mit unserem Mietwagen nach Chetumal, wo wir diesen abgeben konnten. Dort wartete bereits unser Transfer an die Grenze. An selbiger mussten wir aussteigen, alles Gepäck aus dem Taxi nehmen und den kurzen Ausreiseprozess der Mexikaner absolvieren. Auf den Taxifahrer aus Belize warteten wir dann weitere dreissig Minuten (der Mexikaner durfte anscheinend nicht weiterfahren). Alles wurde wieder eingeladen, und es ging über eine Brücke zur Immigration von Belize. Mein teures Formular wurde nicht gebraucht, und wir füllten ein paar Formulare von Hand aus. Nachdem auch das erledigt war, wurden wir in unsere nächste Unterkunft in Orange Walk Town gebracht.

Die eigentlich schöne Anlage ist vor ein paar Jahren einem Brand zum Opfer gefallen und war daher nicht gross belegt. Der Inhaber hatte vor vielen Jahren Wasserbüffel importiert und züchtet diese nun hier. Der negative Aspekt dabei war ein etwas strenger Geruch in der Luft, der positive waren die fantastischen Büffelburger im eigenen Restaurant!

Zum ersten Mal teilten wir uns hier einen einzigen Bungalow, was eigentlich ganz gut klappte. Bereits am zweiten Tag im neuen Land ging es auf grosse Entdeckertour – wir fuhren auf dem Wasserweg durch den Urwald zu einer alten Maya-Stätte genannt Lamanai. Auch hier hatten wir, wie bereits in Mexiko, das Glück, die riesige Anlage praktisch für uns alleine zu haben. Da wir dieses Mal einen Guide dabeihatten, gab es auch noch viele interessante Infos zu den beeindruckenden Bauten. Die Geschichte der Maya ist wirklich unglaublich spannend und auch die Jungs fanden Gefallen an diesen kulturellen Ausflügen.

Nach zwei Tagen ging es dann bereits weiter nach San Ignacio. Das heisst, es sollte weitergehen… Christina hatte extra einen etwas komfortableren, direkten und auch etwas teureren Bus gebucht. Doch dieser kam einfach nicht. Per Whattsapp im Dauerkontakt erhielt sie ständig die Info, der Bus würde „very soon“ kommen. Nach über zwei Stunden Warten stand dann ein völlig kaputtes Lotterauto da und der Fahrer meinte, er müsse hier im Auftrag eines Freundes vier Touristen abholen. Etwas widerwillig stiegen wir ein und wurden in dreissig Minuten irgendwohin gefahren, wo ein fast ebenso lottriger Bus auf uns wartete. Trotz angeblicher Sitzplatzreservation mussten wir uns auf die hintersten Plätze quetschen und fuhren in die Hauptstadt Belize City. Dort hiess es, noch einmal umsteigen, und wir wurden dann doch noch zu unserem Ziel, San Ignacio, gefahren. Soviel zum schnelleren und komfortableren Transfer, haha!

Nun sind wir hier und freuen uns, morgen auf ein ganz besonderes Abenteuer zu gehen!!

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