Los Angeles

Veröffentlicht am 10. September 2026 um 06:11

Von Carmel aus ging es weiter in Richtung Süden. Leider war der wunderschöne Highway der Küste entlang aufgrund Waldbrandgefahr ab Big Sur geschlossen. Wir fuhren dennoch was möglich war dem Meer entlang und genossen die tolle Aussicht auf die wilde Küste. Lunchstop gab es in Paso Robles – hätten wir mehr Zeit für diese Route, wären wir hier auf jeden Fall ein paar Tage geblieben. So ein süsses kleines Städtchen. Ziel an diesem Tag war aber eine ebenfalls hübsche City namens San Luis Obispo. Hier übernachteten wir einmal und hatten Glück, dass genau an diesem Abend der wöchentliche Nightmarket stattfand. Ein weiterer Spot, der beim nächsten Mal ausführlicher besucht wird.

In das genau gleiche Muster fiel die nächste Übernachtung in Santa Barbara. Der saubere Ort hatte eine klasse Strandpromenade und eine sehenswerte Altstadt. Wir bestiegen den Clocktower im Gemeindegebäude und bestaunten die unzähligen roten Dächer der Stadt. Sacha (am Abend) und ich (am Morgen) joggten die Strandpromenade entlang und genossen den chilligen Vibe der Gegend.

Nach meinem Morgenlauf fuhren wir weiter nach Pasadena, den Ursprung unserer etwas kurzen und stressigen Fahrt gen Süden. An diesem Abend fand eben im riesigen Rose Bowl ein Konzert von Guns n Roses, einer meiner Lieblingsbands, statt. Die Tickets hatte ich ganz kurzfristig gekauft und Christina hatte netterweise die Anfahrt so geplant, dass ich tatsächlich ans Konzert gehen konnte. Während Christina mit Tim ein Sushi-Date hatte, genossen Sacha und ich den Soundtrack meiner Jugend. Was für ein Erlebnis, die Jungs (oder mittlerweile älteren Herren) in ihrer Hood live sehen zu können!! Der Besucheraufmarsch war so kolossal, dass der Nachhauseweg mit den ÖV eine Ewigkeit gedauert hätte. So beschlossen mein Grosser und ich spontan, nach Hause zu joggen. Durchgeschwitzt kamen wir 45 Minuten nach Konzertende „zuhause“ in unserem Motel an – euphorisiert von der Rockmusik und dem ausgeschütteten Adrenalin vom Lauf durch den Vorort von Los Angeles.

Nach diesem Grossereignis bezogen wir endlich mal wieder eine grössere Wohnung für mehrere Tage. Direkt in Hollywood hatten wir eine schöne Unterkunft gefunden, die es uns ermöglichte, die interessante Gegend sowohl zu Fuss als auch mit dem Auto zu erkunden.

Gemäss ChatGPT regnet es in L.A. zwischen Juni und September normalerweise zwischen 0 und 1 Tag… Bei unserer Ankunft schienen wir diesen Tag bereits einzuziehen, haha! Aufgrund des Wetters entschlossen wir uns, eine Mall aufzusuchen und wieder einmal einen Film im Kino schauen zu gehen. Der gewählte Film (notabene ab 6 Jahren inkl. Begleitung Erwachsener) entpuppte sich dann als Slashermovie und Tim durfte sich so seinen ersten Horrorfilm reinziehen. Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht – das soll nicht zur Tagesordnung werden…

Am nächsten Tag gab es dann das nächste Highlight. Wir spazierten zum berühmten Walk of Fame und suchten die Sterne nach Celebrities ab. Plötzlich sprach uns ein Mann an, ob wir nicht Lust hätten, Filmspots und Häuser von Berühmtheiten anzuschauen. Seine Tour würde gleich starten. Nach kurzem Verhandeln sagten wir zu und durften uns zwei Stunden lang die Traumhäuser von Jennifer Lopez, Tom Hanks, Sylvester Stallone, Tom Cruise, Will Smith und so weiter anschauen. Ebenfalls gab es unzählige coole Drehorte zu bestaunen. Meine Schwäche für Drehorte dürfte mittlerweile bekannt sein, aber Sacha schlägt mir da total nach. Er war ebenfalls hin und weg von der Vorstellung, jetzt gerade 100 Meter entfernt von Dwayne Johnson zu sein.

Überhaupt strahlt Hollywood mit seiner cineastischen Geschichte und dem ikonischen Schriftzug am Berg immer noch so viel Glanz aus – einfach fantastisch!

Ebenfalls besucht hatten wir in den letzten Tagen das berühmte Venice Beach. Ich wollte unbedingt den glorreichen Muscle Beach sehen, wo unter anderem Arnold Schwarzenegger open-air trainierte. Von diesem Ort waren wir allerdings etwas enttäuscht. Das Ganze ist schon sehr in die Jahre gekommen und irgendwie scheint sich niemand darum zu kümmern, irgendetwas wieder aufzufrischen. Dazu kommen unzählige Obdachlose, die das Bild auch nicht wirklich schöner machen.

Ein paar Meilen weiter befindet sich dann das Ende der bekanntesten Strasse der Welt, der Route 66. Das Westende liegt in Santa Monica und dessen Pier. Leider muss man auch hier sagen, dass die ganze Szenerie zwar cool ist, aber irgendwie auch wie aus den 90ern daherkommt.

Naja, dennoch sind beides immer noch Must-sees für mich und es war toll, hier gewesen zu sein. Unser grosses Highlight kam dann aber heute – es ging in die Universal Studios. Die Jungs und ich fieberten diesem Tag schon seit langem entgegen und Christina – naja, sie kommt uns zuliebe auch mit und hat irgendwie schon auch ihren Spass daran.

Ich hatte im Vorfeld wieder die Superextra-VIP-Tickets gebucht (beim Bezahlen fühlt man sich tatsächlich, als ob man ausgeraubt würde, haha!) und so konnten wir bei allen Rides ohne anstehen nach vorne und wurden von unserem Guide Daniel durch den tollen Freizeitpark geführt. Ein besonderes Highlight war auch die Besichtigung der Studios. Wir konnten hautnah die Sets besuchen an denen die Studioszenen von Klassikern wie Jurassic Park etc. gedreht wurden. Dass es heute 40 Grad heiss wurde, sollte auch noch erwähnt werden – so wurde die Wasserbahn „Jurassic World“ zur angenehmen Erfrischung. Todmüde aber glücklich ging es anschliessend noch zum Dinner im Citywalk und jetzt sind wir den letzten Abend zuhause in Los Angeles.

Morgen geht es dann weiter – das nächste Highlight ruft: Vegas, Baby!

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