Bevor es in Richtung Vegas weiter gehen konnte, musste noch eine neverending story beendet werden – Christinas Linsen. Sie hatte diese in der Schweiz zu bestellen vergessen, und so rannten wir hier die ganze Zeit ihrer Sehfähigkeit hinterher. Weder in Mexico noch in Belize klappte es und nun hier in den USA schien es noch schwieriger zu werden. Hier braucht man eine ärztliche Verschreibung, um Linsen zu bekommen. Also hiess es, zuerst einmal diese zu erlangen. Für ein ordentliches Honorar klappte dies und die Linsen konnten bestellt werden. Natürlich funktionierte dies nicht und so wurden die Linsen von Filiale zu Filiale weitergeschickt. Am Morgen unserer Abfahrt in LA klappte es nun endlich und meine liebe Frau sieht nun endlich wieder glasklar (auch ohne Brille)!
Mit wiedererlangter Sehkraft fuhren wir also von der Küste weg ins Inland. Zwischenstopp war 29 Palms (übrigens besungen von Robert Palmer im gleichnamigen Lied), ein verschlafenes Nest mitten in der Mojave-Wüste. Von hier aus besichtigten wir den Joshua Tree Nationalpark. Die kuriosen Steinformationen und die ikonischen Bäume waren den Besuch auf jeden Fall wert und auch die 42 Grad im Schatten hielten uns nicht von einer kleinen Wanderung ab. Mein Höhepunkt war dann der Aussichtspunkt mit Blick auf die San Andreas Verwerfung (da wo alle Erdbeben herkommen).
Übernachtet haben wir hier in einer richtig coolen Jurte mitten in der Wüste. Bei Lagerfeuer wurden noch Marshmallows gebraten und ab ging es ins luxuriöse Feldbett.
Am nächsten Tag ging es nun weiter – genau, nach Vegas, Baby!
Wir verbrachten insgesamt bloss drei Nächte in Vegas, aufgrund der Intensität der Stadt kam es uns aber wie eine Woche vor. Der Vibe, die vielen Leute, natürlich die Casinos überall – Reizüberflutung total!
Gewohnt haben wir in einem schönen Studio in einem der MGM Grand-Türme, von wo aus man direkten Zugang zum weltberühmten Strip hatte. So ging es an die Erkundung der neuen Umgebung. Die Jungs waren natürlich fasziniert von der ganzen Szenerie und Christina wie meist in solcher Umgebung etwas überfordert, haha! Natürlich durfte das obligate Spielen auch nicht fehlen. Wir entschieden uns für Roulette und jeder durfte mal sein Glück versuchen. Leider war dieses keinem von uns hold und so war das Zock-Budget mir nichts dir nichts weg, und wir konnten uns den vielen anderen Sehenswürdigkeiten widmen.
Unterirdisch sind die vielen Casinos und Hotels zumeist miteinander verbunden so, dass man nicht oder nur kurz in die brütende Hitze hinausmusste. Wir besuchten einige der bekannten Hotels und hakten auch noch das Dinner in der Cheesecake Factory ab – check! Um Christina mal etwas Ruhe zu gönnen, buchten wir Jungs uns einen Escape Room und rätselten uns durch das spannende Setting. Nach der Rätselei ging es nämlich zu meinem absoluten USA-Höhepunkt: Ich hatte vorgängig Tickets für den Box-WM-Kampf von Ryan Garcia gegen Connor Benn gekauft. In der T-Mobile-Arena (übrigens ein Wahnsinnsstadion) konnten wir uns Weltklasseboxen mit sehr attraktiven Kämpfen ansehen. Dass der Halbmexikaner Ryan Garcia am mexikanischen Unabhängigkeitstag dann seinen Kampf durch KO gewann, liess die Halle kochen. Ein für alle unvergesslicher Abend!!
Am nächsten Morgen ging es ganz früh los – per Bus wurden wir in den Grand Canyon gefahren, wo ein weiteres Highlight wartete. Mit dem Helikopter durften wir durch den beeindruckenden Canyon fliegen. Dieses Mal (nicht wie in Australien) blieb Christina die Übelkeit erspart, und wir genossen den Flug entlang des Colorado Rivers. Da wir bereits um 6:30 in der Früh los waren, kehrten wir beizeiten in unser Hotel zurück und konnten dort endlich einmal die riesige Poollandschaft geniessen.
Tim und ich liessen uns durch den Lazy River treiben und alle arbeiteten noch etwas an der Bräune 😊.
Nach drei intensiven Tagen sitzen wir jetzt am Flughafen in Vegas (selbst hier stehen Spielautomaten rum, haha!) und warten auf unseren Flug nach Hawaii. Auf die sehr spannende aber anstrengende Zeit an der Westküste folgen jetzt hoffentlich etwas entspanntere Tage im Inselparadies…
Noch eine kurze Anekdote zu unserer Zeit in Kalifornien: Im Sommer hatte ich kurz in mein altes Tagebuch (jawoll, aus den 80ern!!) geworfen und eine Seite über unsere Familienferien in Kalifornien gefunden. Es war wahnsinnig spannend, meine Erfahrungen als 11-Jähriger zu lesen. Ich war von unserem Urlaub so extrem begeistert, dass ich bereits damals schrieb, dass ich genau diese Reise später einmal mit meiner Familie machen würde – wenn Träume wahr werden…
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