Apollo Bay haben wir so richtig gefeiert, Tim liebte den coolen Campground und uns gefiel die Umgebung sehr gut. Von hier aus machten wir einen Ausflug in den «Live Wire»-Kletterpark. Auf der Homepage sah das nach einem lustigen Kletterpark, der vor allem Tim unterhalten würde aus. Als wir dann da waren, mit Helmen und Klettergear ausgerüstet, sahen wir die durchaus anspruchsvollen Kletterparcours. Tim wollte natürlich die schwierigsten machen und wir Eltern fügten uns. Für mich, mit meiner latenten Höhenangst, waren die zwei Stunden wohl die grösste Herausforderung. Tim johlte und freute sich ob jeder weiteren Herausforderung, Christina strengte sich an und ich schwitzte Blut und konzentrierte mich bei jedem Schritt… So hatte am Ende jeder seine ganz persönliche Freude!
Ebenfalls gab es einige coole Walks der Küste entlang und auch im Regenwald – hier gab es Koalas zu sehen! Die putzigen Bärchen hatten sich in unserer bisherigen Australienzeit sehr rar gemacht und hier konnte man alle paar Meter einen frei lebenden Koala sehen. Christina konnte Ihr Glück kaum fassen und wir machten unzählige Fotos und Videos der süssen Waldbewohner.
Weiter führten wir (also genauer gesagt Christina!) eine neue Morgenroutine ein: Und zwar gehen wir zwei (Tim wollte nicht) jeweils nach dem Frühsport auf einen kurzen Dip ins Meer. Hört sich easy an? Wäre es in Indonesien auch! Aber hier hat das Meer gerade einmal 14 Grad und es ist tatsächlich eine kleine Mutprobe!
Weiter gab es in Apollo Bay auch noch das südlichste Pub des australischen Festlandes – darauf musste natürlich mit einem Bierchen angestossen werden 😊, und einen anscheinend beeindruckenden Leuchtturm zu sehen. Anscheinend deshalb, weil nach dem Walk zum Lighthouse ebendieser kaum zu sehen war. Gut verpackt wurden an dieser Sehenswürdigkeit Renovationen durchgeführt so, dass man kaum etwas erkennen konnte…
Naja, es ging weiter nach Port Campbell, von wo aus wir die «grossen» Highlights der Great Ocean Road besuchen konnten. Hauptsächlich geht es hier um Limestone-Formationen, die im Meer in der Nähe der Küste stehen. Diese sehen wirklich schön aus, allerdings, so finden wir, gibt es in dem ganzen riesigen Land unzählige mindestens so schöne Sachen zu sehen, die keinen so grossen Touristenansturm nach sich ziehen. Irgendwie scheint Victoria hier einfach ein wahnsinnig gutes Marketing zu haben. Jeder kennt die Zwölf Apostel, die London Bridge und das Grotto.
Naja, wir haben diese Weltsensationen jetzt also auch gesehen und fuhren weiter nach Warnambool, dem Schlusspunkt der Great Ocean Road. Hier verbrachten wir zwei Nächte, die wir bereits vor einiger Zeit gebucht hatten. Und zwar war dies notwendig, da gerade Halloween war. Tim hatte letztes Jahr ebenfalls in Australien Halloween gefeiert und freute sich riesig darauf, sich und Balu gruselig rauszuputzen. Christina hatte einen super passenden Campground gefunden. Das hiess, dass dort ganz viele Aussie-Familien mit Kids waren. So wurde es trotz mässigem Wetter ein richtig tolles Fest und Tim ergatterte sich einen riesigen Sack voller «Trick or Treat»-Süssigkeiten! Als weiteren Höhepunkt gab es in dem sympathischen Örtchen eine Familie, die traditionell an diesem Tag ihr Zuhause in ein Spukhaus verwandelt. So durfte Tim zum ersten Mal in eine richtige Geisterbahn mit echten Menschen. Er hatte wirklich richtig Angst, war aber nachher superstolz, dass er da durchgegangen ist!
In Mount Gambier, dem nächsten Halt, gab es den Blue Lake zu sehen. Hier hatten wir mal richtiges Timingglück! Normalerweise achten wir nicht auf Saison oder Offsaison und spezielle Daten. So verpassen wir halt manchmal gewisse Dinge. Aber naja, man kann nicht alles sehen, haha! Beim Blue Lake war es jetzt mal anders – dieser Vulkansee verwandelt sich genau in den ersten paar Wochen des Novembers aufgrund irgendeiner chemischen Reaktion von grau zu einem schon fast giftig wirkenden blau. Und wir waren genau dann da und haben das gesehen – cool! Zweiter Grund nach Mount Gambier zu kommen ist das Sinkhole, welches in einen wunderschönen Garten verwandelt wurde. Neben dem bewundernswerten Grün gibt es dort auch noch Opossums zu sehen. Die neugierigen und sogar süssen rattenähnlichen Viecher waren sehr zutraulich und man konnte sie fast streicheln!
Jetzt sind wir gerade in Moana angekommen. Dieses liegt in McLaren Vale – dieser Name ist bestimmt dem einen oder anderen ein Begriff. Es handelt sich um eine der bekanntesten Weingegenden Australiens. Wir freuen uns bereits riesig, morgen auf önologische Entdeckungstour zu gehen!!
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