Ja, wir wissen es auch – Arsenal hat das Champions League Finale verloren. Aber naja, gibt schlimmeres. Lustigerweise sind wir genau am Abend nach dem Finale in Paris angekommen. Also genau rechtzeitig zur grossen Feier von PSG, haha! Was für ein doofer Zufall…
Aber nun zu Paris: Wir hatten uns wieder ein schmuckes kleines Appartement in unserem Lieblingsquartier Montmartre über AirBnB gebucht. Die Lage war grandios und auch die Wohnung selber war sehr komfortabel. Wir kamen an, gingen rasch was essen und legten uns umgehend in die Betten. Die lange Reise von über 21 Stunden hatte doch ordentlich Kraft gekostet. Morgens früh um fünf Uhr waren wir dann alle drei mit dem Jetlag des Todes wach. Da wir nicht mehr schlafen konnten, trainierten wir rasch und machten uns bereits vor dem Frühstück (war ja noch nichts auf…) auf den Weg zur Sacré Coeur. Diese liegt bekanntlicherweise in Montmarte und war zu Fuss in ein paar Minuten zu erreichen. Es war herrlich, die wunderschöne Kirche praktisch für uns alleine zu haben und den Sonnenaufgang vom Hügel über der Stadt zu erleben. Es hatte also doch etwas Gutes, so früh wach zu sein!
Nach dem Frühstück machten wir uns zu Fuss und per Metro auf, weitere Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Wir liefen zum Louvre, der Seine entlang und liessen uns ein wenig durch die romatische Stadt treiben. Für den Nachmittag hatten wir eine zweistündige Tuktuk-Fahrt gebucht. Der Fahrer zeigte uns weitere Sehenswürdigkeiten und wir erhielten viele interessante Infos zu Napoleon und der Geschichte von Paris. Die friedliche Einsamkeit des Morgens war dann aber verschwunden und wir sahen, weshalb Paris die meistbesuchte Stadt der Welt ist… Unser Guide liess uns beim Eiffelturm aussteigen und Tim entschied, dass er den Turm gerne besteigen würde. Wir checkten kurz die Lage und mussten feststellen, dass es mindestens zwei Stunden dauern würde, um nach oben zu kommen (viiiiiele andere Leute schienen das auch zu wollen, haha!). Also entschieden wir, auf den nächsten Tag eine Tour zu buchen und so das Anstehen auszulassen.
Zufrieden und geschafft hatten wir an einem Tag eigentlich die meisten unserer ToDo’s abgehakt. Nach dem Abendessen in einer der unzähligen süssen Brasserien gingen wir dann bereits ziemlich früh ins Bett.
Das Highlight des zweiten Tages war dann natürlich der Besuch des Eiffelturms. Wir müssen schon sagen, dass das Original hier in Paris doch um einiges eindrücklicher ist als die Kopie in Tokyo (welche sogar noch ein paar Meter höher ist). Die Lage und die Umgebung des ikonischen Turms sind absolut sehenswert. Tim feierte es, endlich einmal ganz oben auf dem Eiffelturm zu sein und beschloss das wir den Abstieg nicht mehr mit dem Lift sondern zu Fuss machen würden. Gesagt, getan – Im Bauch des Stahlkonstrukts marschierten wir die Treppen runter und beendeten damit unseren Eiffelturm-Besuch.
Am dritten Tag hiess es dann bereits wieder, Abschied von der französischen Hauptstadt zu nehmen. Wir fuhren mit dem Uber durch den dichten Morgenverkehr und kamen gerade noch rechtzeitig auf unseren TGV. Mit dem Schnellzug ging es dann zurück nach Zürich, wo uns meine Mutter am Hauptbahnhof abholte. Immer noch müde vom Jetlag assen wir bei meinen Eltern in meinem Kindheitszuhause und gingen einmal mehr sehr früh ins Bett.
Am nächsten Tag galt es unzählige Besorgungen zu erledigen. Ich musste mit dem Auto zum Garagisten sowie Wein bei Matthias Utzingers Vater in Horgen kaufen gehen (das ist der Winzer, den wir in Tasmanien besucht hatten – supercool, dass das geklappt hat und wir jetzt einen ordentlichen Vorrat von Matthias‘ mittlerweile preisgekröntem Pinot Noir zuhause haben!). In der Zwischenzeit musste Christina Einkäufe für Tims Geburtstagsparty am nächsten Tag erledigen. Da wir ziemlich kurz nach Tims ordentlichem Geburtstag in der Schweiz sind, hatten wir beschlossen, für den Kleinen noch eine Party mit seinen Schweizer Freunden zu organisieren. Während unseres geschäftigen Tages verbrachten die Grosseltern den Tag mit ihrem Enkel im Zoo.
Die Detektivparty am nächsten Tag war ein voller Erfolg und Tims Augen leuchteten vor Freude. Am Abend war dann auch noch die Familie zum BBQ eingeladen. Ein weiterer ereignisreicher Tag ging zu Ende und der hartnäckige Jetlag machte uns immer noch zu schaffen.
Doch es sollte nicht chilliger werden. Gleich am nächsten Morgen machte sich Christina mit Tim auf den Weg nach Savognin und ich ging an einen Junggesellenabschied. Wir wanderten zwei Tage lang im Glarnerland und erschwerten uns diese Aufgabe mit exzessivem Bier- und Weinkonsum… Auch diese zwei Tage mit vielen neuen, tollen Bekanntschaften machten ordentlich Spass und ich freue mich bereits sehr, die Jungs an der Hochzeit in Südfrankreich in gut zwei Wochen wieder zu sehen. Mittlerweile bin ich mit Zug und Postauto auch noch in Savognin angekommen. Aber auch jetzt gibt es keine Pause. Es gilt bereits wieder, die Koffer neu zu packen – morgen geht es weiter in ein neues Land auf unserer Reise – nach Bella Italia!!
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